Iron Maiden werden nie in Rente gehen

Die britische Band Iron Maiden zählt nicht nur zu den wichtigsten Vertreter der „New Wave of British Heavy-Metal“, sondern auch zu den nach wie vor größten und erfolgreichsten Bands der Welt. Vor einigen Jahren kursierte im Netz ein Foto, das den Status der Band am besten beschreibt. Am Flughafen von Zürich parkte der Regierungsjet von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Direkt dahinter stand das Flugzeug von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dieses war schon etwas größer und länger. Doch die beiden Staatskarossen wurden von dem riesigen Jet dahinter noch einmal deutlich in Größe und Länge überragt.

Längenvergleich gewonnen

Iron Maidens „Ed Force One“ ist fast 70 Meter lang und fast 20 Meter hoch. Damit ist die Boeing 747 fast doppelt so lang und hoch wie die Regierungsmaschinen der beiden politischen Führer. Nicht erst einmal hatte die Band Probleme mit ihrem Privatjet auf kleineren Flughäfen zu landen. Der Größenvergleich trifft auch auf den Status von Iron Maiden in der Heavy Metal-Szene zu. Trotz jahrzehntelangen Erfolges gelingt es der Gruppe immer noch mühelos die Fußballstadien dieser Welt zu füllen. Ein Ende ist nicht absehbar, wie Sänger Bruce Dickinson nun in einem Gespräch verriet.

Keine Spur von Altersmüdigkeit

Geht es nach Dickinson, dann werden sich die Metal-Veteranen niemals zur Ruhe setzen. Dafür macht ihm sein Job einfach viel zu viel Spaß. Obwohl die Bandmitglieder längst im entsprechenden Alter sind, denken sie offenbar gar nicht daran, etwas zurückzustecken. Bestes Beispiel dafür ist der Sänger selbst. Bruce Dickinson ist nicht nur Frontman der Band, sondern gleichzeitig auch Unternehmer, Pilot und seit kurzem Autor. Mit seiner Autobiografie „What Does This Button Do?“ tourt er gerade durch Europa. Im Zug der Lesungen haben Fans die Gelegenheit ihrem Idol Fragen zu stellen. Das nutzte ein Fan in Budapest und wollte ganz frech wissen, was mit der Band passieren würde, wenn die Mitglieder in Rente gehen. Dickinson nahm die Frage gelassen und witzelte zunächst über die Möglichkeit die Band durch Avatare zu ersetzen. Schließlich böte sich so die einmalige Gelegenheit, ohne viel Arbeit jede Menge Geld zu verdienen. Doch im gleichen Atemzug winkte er sogleich wieder ab und meinte: „Das wird nie passieren, weil wir nie in Rente gehen werden.“

Damit unterstrich Dickinson die Meinung seines Bandkollegen des Bassist Steve Harris, der bereits im Sommer auf eine ähnliche Frage einen Ruhestand abgelehnt hatte. Dort merkte er an, dass alle derzeit mit der Situation zufrieden seien und die Last ohne Probleme tragen könnten. Sollte sich das jemals ändern, dann würde man eben innerhalb der Band über das Thema sprechen. Das wäre dann wohl das Ende von Iron Maiden, doch noch sei es nicht so weit.

Zahlreiche Zukunftspläne

Glaubt man Gerüchten, dann haben Iron Maiden offenbar bereits einen Nachfolger für ihr hochgelobtes Album „The Book of Souls“ aufgenommen. Fix ist, dass die Band im Sommer wieder auf Konzertreise geht und mit ihrer „Legacy Of The Beast“ Tournee für Begeisterung sorgen wird. Das Kapitel Iron Maiden ist also noch lange nicht geschlossen. Die Rente kann weiterhin warten.

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