Slipknot sind auf Welttournee

Die Maskenmänner aus den USA sind in den letzten 20 Jahren zu einer der wichtigsten und erfolgreichsten Bands der internationalen Metal-Szene aufgestiegen. Die Gruppe wurde bereits 1995 in Iowa gegründet, ihr hervorstechendstes Merkmal sind die gesichtsverhüllenden Masken hinter denen sich die Bandmitglieder verstecken. Nach der Veröffentlichung des höchst erfolgreichen Albums „We Are Not Your Kind“ befindet sich die Band aktuell auf Welttournee, um ihrem Publikum die neuen Songs auch live vorzustellen.

Im Februar waren Slipknot auch in Deutschlands Hallen zu Gast. Auf einer industriellen Festung mit U-förmigem Podest trat die Band gewohnt martialisch auf und prügelte ihren Fans die Klassiker und neuen Songs um die Ohren. Angetrieben von einem entfesselten Sänger Corey Taylor und umgeben von jeder Menge Pyrotechnik brannte die Band ein musikalisches Feuerwerk ab. Die bestens gelaunte Band stachelte ihre Fans zu Höchstleistungen im Moshpit an und bedankte sich für die Treue in den letzten 20 Jahren. Geht es nach Corey Taylor, dann sollen weitere 20 Jahre folgen. Die Metal-Messe erfüllte alle Erwartungen und hinterließ glückliche Fans. Bis es so weit kommen konnte, mussten Slipknot allerdings einen weiten Weg zurücklegen.

Fan von Slipknot

Vom Keller in die Stadien

Ausschlaggebend für das Interesse der Plattenfirmen an der jungen Band war 1996 das Demo-Tape „Mate. Feed. Kill. Repeat.“ Roadrunner Records nahm die Band mit dem ungewöhnlich harten Sound unter Vertrag und brachte in weiterer Folge deren Debüt „Slipknot“ auf den Markt. Die aggressive Musik wurde jedoch von den Radiosendern nicht gespielt, was sich allerdings als Vorteil erweisen sollte. Musik und Auftreten der Band sorgten schnell für Aufsehen in der Szene, die Platte verkaufte sich vom Start weg gut. Den Grundstein zur Legende Slipknot legte bereits der Nachfolger „Iowa“. Dieses bis heute legendäre Album begründete den weltweiten Erfolg der Band und gilt als Meilenstein des Genres. In den USA kletterte „Iowa“ bis auf Platz drei der Charts, in Großbritannien sogar auf Platz 1. Doch damit sollte die Erfolgsstory von Slipknot erst ihren Anfang genommen haben.

Erfolgsgarant Rick Rubin schlägt wieder zu

Starproduzent Rick Rubin, der als musikalischer Mastermind jede Menge Stars zum Erfolg geführt hatte, nahm sie unter seine Fittiche. Die Zusammenarbeit für das dritte Album Vol. 3 (The Subliminal Verses) sollte sich bezahlt machen. Erstmals schaltete die Band musikalisch einen Gang zurück und ließ auch ruhige Töne zu. Der Stilwechsel vergrößerte die Fangemeinde neuerlich, Slipknot wurden für noch mehr Musikfans interessant. Auch wenn Slipknot-Sänger Corey Taylor im Nachhinein wenig lobende Worte für Rick Rubin übrig hatte, so beförderte er die Band doch in neue musikalische und kommerzielle Dimensionen. Seither ist die Gruppe Stammgast auch den größten Festivals der Welt. Ihre Konzerte füllen mühelos die größten Stadien und Hallen.

Die Alben „All Hope Is Gone“, „.5: The Gray Chapter” und „We Are Not Your Kind” festigten den Ruf von Slipknot als fixe Größe der Heavy Metal-Szene. Trotz aller Dramen und Streitereien und den damit verbundenen Umbesetzungen blickt die Gruppe auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Sie sind immer noch musikalisch relevant und treten als Kollektiv auf. Die langen Pausen zwischen den Platten und die teilweise sehr erfolgreichen Nebenprojekte geben den Mitgliedern entsprechend Luft, um sich wieder neu zu fokussieren. Man darf gespannt sein, wie die musikalische Zukunft von Slipknot verlaufen wird.